Pressebericht

 

Ungekürzter Pressebericht am 17.12.2019

 

Jahreskonzert der Chorgemeinschaft  MGV Grünkraut

 

Viel Vertrautes und Lieb Gewordenes erwartete die treuen Besucher des Adventskonzerts der MGV Chorgemeinschaft Grünkraut am dritten Adventswochenende in der Kirche in Atzenweiler.

Diese Einstimmung auf das bevorstehende Weihnachtsfest wollte einmal mehr eine Hommage an Stille und Innerlichkeit sein, aber auch Appell und Botschaft---so intendiert vom engagierten Chorleiter Ulrich Niedermaier. Erwartung , Zuversicht auf die Ankunft des Herrn: dieser zentrale Inhalt des Advents fand sich in facettenreicher musikalischer Ausgestaltung im diesjährigen Programm.

Chormusik von John Rutter, Michael Praetorius, Antonio Diabelli, Felix Mendelsohn- Bartholdy war ebenso vertreten wie Internationale Weihnachtslieder, gesungen vom jungen dreistimmigen  Frauenchor „Chorios“.

Ein Anklang und Ausblick auf das Konzert der Chorgemeinschaft im Mai 2020, zusammen mit dem Jugendsinfonieorchester der Musikschule Ravensburg war der erste Satz von Felix Mendelsohn-Bartholdy: „Wie der Hirsch schreit…“Die Botschaft der Zuversicht und des Sehnens nach dem Göttlichen   ist hier vom Komponisten in genialer Weise verarbeitet. Zurecht gilt dieses Werk  als eine seiner schönsten Kompositionen!

Es zeichnet die MGV Chorgemeinschaft Grünkraut aus, dass sie sich dieser Musik in werkgetreuer Ausgestaltung , dem Sinngehalt nachspürend und ihm damit Ausdruck verleihend ,widmete!Liebe  Hingabe und Freude an der Musik wurde bei allen Beteiligten deutlich: Orchester und Chor führten es zu einem stimmigen Ganzen!

Beim „Dixit Maria“ von Hans  Leo Haßler( 1564-1612) sprang der Funke über auf das Publikum!Die Freude und Vertrautheit mit diesem Satz war dem Chor anzumerken!Ulrich Niedermaier nützte dies gekonnt für künstlerische, authentische  Gestaltung. Mit großer Geste gelang ein beeindruckendes Klangbild das jene geheimnisvolle Stimmung der Engelsverkündigung wie sie sich in zahlreichen Gemälden der Renessaince findet , ahnen ließ! Sichtlich berührt  und ins Geschehen involviert waren die Zuhörer.

Besonderen Glanz verliehen diesem musikalischen Abend die Solisten: Birgit Arnegger(Sopran) , Hannah Häfele (Sopran) . Markus Kimmich sang die „Motette  pro Nativiate“von Jan Dismas Zelenka lyrisch-leicht und souverän! Hannah Häfele beeindruckte mit ihrer strahlenden hoffnungsvollen Stimme!

Beim „Hodie natus est“im Weihnachtsoffertorium von Anton Diabelli  ( 1781-1858)löste sich die bange Erwartungsstimmung des Advent  auf in erfüllte Freudigkeit.Nahezu opernhaft beschwingt musizierten Chor , Orchester und die Sopranistin Birgit Arnegger.Heitere Geigen, leichtfüßige Flöten und samtige Celli fanden zu einer bemerkenswert inspirierten und aussagekräftigen Klangfülle.

Ein erfrischendes Modul boten die jungen Sängerinnen des“ Chorios „mit ihren vielversprechenden , hellen Stimmen . Beherzt und freudig sangen sie die Weihnachtslieder aus Ungarn, Kroatien und Norwegen und ließen der jeweilige Andersartigkeit und Mentalität Raum.

Eine ganz andere Nuance vorweihnachtlicher Musik brachten  die Carols des Zeitgenossen John Rutter.Very British!

Im “Nativity carol“  vereinten sich beide Chöre zu begeisternder Tonsprache.

In einen größeren Kontext stellten alle Akteure ihr musikalisches Tun:Pfarrer Bürkle wies am Schluß darauf hin, dass der Erlös dieses Konzertes an ein Gesundheitsprojekt in Ghana gehen soll!Damit wurde der Bogen weit in die Welt gespannt!

Applaudet, applaudet….dies ließen sich die Zuhörer nicht zweimal sagen und dankten mit großem Beifall!

 

Frischer Wind für die Chorgemeinschaft

 

Wie immer gut besucht war das vorweihnachtliche Konzert am dritten Adventswochenende in der evangelischen Kirche in Atzenweiler. (Foto: Angela Menig-Saiger)

 

08. Dezember 2018
Angela Menig-Saiger

In diesem Jahr konnte Chorleiter Ulrich Niedermaier mit einer Überraschung aufwarten: Ein neu initiierter Chor ergänzte das traditionell vertraute und gut besuchte vorweihnachtliche Konzert am dritten Adventswochenende in der evangelischen Kirche in Atzenweiler.

„Ein Traditionskonzert mit Kultstatus“, so beschreibt ein treuer Besucher diesen Abend. Doch erwartete die Zuhörer in diesem Jahr Experimentierfreude und Vielfalt unter Wahrung des gewohnten Rahmens: Der neue Frauenchor „U 44“ formierte sich Anfang September als junges Ensemble unter der Leitung des rührigen Ulrich Niedermaier und debütierte an diesem Abend.

Zum Auftakt gab es die bekannten Adventsliedern „O komm, oh komm Emanuel“ und „Brich an du schönes Morgenlicht“ von J.S. Bach, das Konzert zeigte eine große Bandbreite über den Spätbarock bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen. Das Publikum wurde zu Akteuren bei „Macht hoch die Tür“ und ließ sich vom Chor mitnehmen in die Begeisterung des Singens. Für Wort und Besinnung stand wie gewohnt Pfarrer Bürkle mit einem Impuls und Appell für Sinntiefe in einer Zeit wachsender Entfremdung und Sinnferne. „Die Annäherung an das Weihnachtsgeheimnis auf den Flügeln der Musik schließt neue Räume auf“, so philosophiert ein Besucher.

Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr das „Gloria in G-Dur“ von Johann Christian Bach, ein Werk, das in der Übergangszeit vom späten Barock bis zur frühen Klassik steht und das einen Bogen spannt über verschiedene Stilepochen des 18. Jahrhunderts. Das Orchester beteiligt sich mit längeren Vorspielen und rauschendem Figurenwerk. In den verschiedenen Sätzen des Werkes gelingt es Bach, Kompositionstechnik und Ausdruckskraft des Barock mit dem Wohlklang einer italienischen Kantilene nahezu opernhaft zu verbinden. Mit diesem Werk stellt sich die MGV Grünkraut einer beachtlichen Herausforderung.

Ausdrucksstark wurde der Chor insbesondere beim „Cum Sancto Spiritu“, das er mit guter Präsenz und Artikulation interpretierte. Zu einer flehentlichen Bitte wird das „Miserere Nobis“ in der Sopran-Arie von Annabelle Niedermaier, das in großer Klangsprache aufgenommen und weitergeführt wird vom Chor sowie vom drängend nach vorne spielenden Orchester. Die Solisten Birgit Arnegger und Annabelle Niedermaier (Sopran), Martina Obert (Alt), Markus Kimmich (Tenor), Instrumentalisten und der Chor inspirierten sich gegenseitig und fanden zu einem stimmigen Ganzen.

Dem barocken Werk gegenübergestellt wurde das „Go tell it on the mountains“, das der U44-Chor sehr beherzt und erfrischend in Szene setzte. Im Chorsatz „All Bells in Paradise“ von John Rutter vereinten sich die beiden Chöre zu beeindruckender Leichtigkeit und mächtigem Klangvolumen. Sichtliche Freude über die Verstärkung, Impulsierung und Vielgestaltigkeit war beim Publikum und bei den Sängern gleichermaßen zu spüren.

Der Abschluss wird als Uraufführung zu einem Highlight: Hans-Georg Hinderberger, der im Orchester die Bratsche spielte, hat dem wohlbekannten Lied „Tochter Zion“ nach einem Satz Händels aus dem Oratorium „Josua“ eine freudige, spiralige neue Interpretation verliehen. Die instrumentalen Vor- und Zwischenspiele verleihen der bekannten Musik eine ganz neue Wirkung. Die Zuhörer dankten es mit begeistertem Applaus.

 

 

Ein Chor auf Reisen

Die MGV Chorgemeinschaft Grünkraut steuerte beim diesjährigen Ausflug die Musikstadt Wien an. In der königlichen Stadt an der Donau mit ihrer faszinierenden Mischung aus Tradition und Moderne begegnete uns die Musik auf Schritt und Tritt. Zu Beginn erst einmal mit dem Weckerton, denn der Bus fuhr am 30.09. in aller Frühe an der Festhalle in Grünkraut los. Die lange Fahrt wurde von schönen Pausen am Mondsee und

beim Stift Melk in der Wachau unterbrochen.

 Am nächsten Tag aber konnten wir uns komplett auf die Stadt Wien konzentrieren. Bei einer ganztägigen Stadtrundfahrt mit der charmanten Reiseführerin Elisabeth durften wir viele interessante und geschichtsträchtige Orte kennenlernen. Elisabeth wusste unzählige Details und wurde nicht müde, uns mit passenden Hintergründen und Erläuterungen zu versorgen. Nach dem Besuch des Schlosses Belvedere kannten wir alle den „schiachen“ Prinz Eugen und passierten dann das Botschafter-Viertel, die Universität, den Prater und die UNO-Stadt. Die Besichtigung des >hundertwasserhauses bescherte uns einen kleinen Ausflug in die Welt der Öko-Architektur und des sozialen Wohnungsbaus. Nach der individuellen Mittagspause, die beispielsweise mit einem Blick in den Stephansdom und einer anschließenden Stärkung in einem Kaffeehaus verbracht werden konnte, ging es weiter zu den Friedhöfen. Auf dem wunderschönen und kunst- und kulturgeschichtlich sehr interessanten St. Marxer Friedhof fanden wir den Begräbnisort von Wolfgang Amadeus Mozart. Ein Ehrengrab hat Mozart auch auf dem Zentralfriedhof in Wien, ebenso wie Beethoven, Brahms, „die Sträuße“ (wie Elisabeth sie immer nannte) und eine Unmenge von weiteren Komponisten und Sängern und Klavierbauern... bis hin zu Udo Jürgens und dem weißen Flügel. Auf dem Gelände dieses geschichtsträchtigen Friedhofs den Psalm „Der Herr ist mein Hirt“ zu singen, war ein sehr andachtsvoller Moment. Weniger andachtsvoll, aber durchaus auch musikalisch ging es am Abend zu. Wir besuchten ein Heurigenlokal in Grinzing und genossen den Wein, die Fleischplatte mit Kraut und eine urige Schrammelmusik.

Tags drauf ging die Fahrt durch den Wienerwald zum Kloster Heiligenkreuz und weiter durchs Helenental bis zur Kurstadt Baden. Hier hat Beethoven zeitweilig gewohnt und den größten Teil seiner 9. Sinfonie komponiert. In der Stefanskirche wurde Mozarts „Ave Verum“ uraufgeführt. Leider hatten wir diese Noten nicht dabei. Stattdessen haben wir in der Kirche „Ich lobe meinen Gott“ und „Von guten Mächten“ gesungen, was jedoch auch sehr stimmungsvoll war. Durch die Weinbaugebiete fuhren wir wieder nach Wien zurück und landeten direkt beim Schloss Schönbrunn. Im Rahmen einer Führung konnten wir die Prunkräume bewundern und anschließend die Stimmung im Schlosspark genießen. Dort gab es auch ein Abschiedsständchen für Elisabeth (welches danach wohl auf unendlich vielen asiatischen Facebook-Seiten zu finden war...). Der Abend stand zur freien Verfügung und wurde für Konzertbesuche, Riesenrad-Fahrten auf dem Prater oder Bummeln über den Naschmarkt oder ... genutzt. Am 03.10.2017 brachte uns der Busfahrer Toni wieder sicher und souverän zurück. Bei einem Stopp in Linz gab es noch ein kleines Schmankerl in Form einer Stadtrundfahrt mit dem „Linz City Express“. So konnten wir gut geschützt gegen den Regen auch einen Blick auf die schönen Plätze und Sehenswürdigkeiten der oberösterreichischen Landeshauptstadt werfen. Kurz nach 20 Uhr trafen wir wieder in Grünkraut ein und nahmen ein ganzes Bündel von Eindrücken und schönen Erlebnissen mit nach Hause. Ganz herzlichen Dank an Maria und Helmut Huchler, die diesen grandiosen Ausflug für uns organisiert haben.

Für die Chorgemeinschaft: Eva Weeber

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