Pressebericht

Frischer Wind für die Chorgemeinschaft
 

 

 

 

 

 

 Wie immer gut besucht war das vorweihnachtliche Konzert am dritten Adventswochenende in der evangelischen Kirche in Atzenweiler

 

Wie immer gut besucht war das vorweihnachtliche Konzert am dritten Adventswochenende in der evangelischen Kirche in Atzenweiler. (Foto: Angela Menig-Saiger)

 

 

 

18. Dezember 2018
Angela Menig-Saiger

In diesem Jahr konnte Chorleiter Ulrich Niedermaier mit einer Überraschung aufwarten: Ein neu initiierter Chor ergänzte das traditionell vertraute und gut besuchte vorweihnachtliche Konzert am dritten Adventswochenende in der evangelischen Kirche in Atzenweiler.

„Ein Traditionskonzert mit Kultstatus“, so beschreibt ein treuer Besucher diesen Abend. Doch erwartete die Zuhörer in diesem Jahr Experimentierfreude und Vielfalt unter Wahrung des gewohnten Rahmens: Der neue Frauenchor „U 44“ formierte sich Anfang September als junges Ensemble unter der Leitung des rührigen Ulrich Niedermaier und debütierte an diesem Abend.

Zum Auftakt gab es die bekannten Adventsliedern „O komm, oh komm Emanuel“ und „Brich an du schönes Morgenlicht“ von J.S. Bach, das Konzert zeigte eine große Bandbreite über den Spätbarock bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen. Das Publikum wurde zu Akteuren bei „Macht hoch die Tür“ und ließ sich vom Chor mitnehmen in die Begeisterung des Singens. Für Wort und Besinnung stand wie gewohnt Pfarrer Bürkle mit einem Impuls und Appell für Sinntiefe in einer Zeit wachsender Entfremdung und Sinnferne. „Die Annäherung an das Weihnachtsgeheimnis auf den Flügeln der Musik schließt neue Räume auf“, so philosophiert ein Besucher.

Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr das „Gloria in G-Dur“ von Johann Christian Bach, ein Werk, das in der Übergangszeit vom späten Barock bis zur frühen Klassik steht und das einen Bogen spannt über verschiedene Stilepochen des 18. Jahrhunderts. Das Orchester beteiligt sich mit längeren Vorspielen und rauschendem Figurenwerk. In den verschiedenen Sätzen des Werkes gelingt es Bach, Kompositionstechnik und Ausdruckskraft des Barock mit dem Wohlklang einer italienischen Kantilene nahezu opernhaft zu verbinden. Mit diesem Werk stellt sich die MGV Grünkraut einer beachtlichen Herausforderung.

Ausdrucksstark wurde der Chor insbesondere beim „Cum Sancto Spiritu“, das er mit guter Präsenz und Artikulation interpretierte. Zu einer flehentlichen Bitte wird das „Miserere Nobis“ in der Sopran-Arie von Annabelle Niedermaier, das in großer Klangsprache aufgenommen und weitergeführt wird vom Chor sowie vom drängend nach vorne spielenden Orchester. Die Solisten Birgit Arnegger und Annabelle Niedermaier (Sopran), Martina Obert (Alt), Markus Kimmich (Tenor), Instrumentalisten und der Chor inspirierten sich gegenseitig und fanden zu einem stimmigen Ganzen.

Dem barocken Werk gegenübergestellt wurde das „Go tell it on the mountains“, das der U44-Chor sehr beherzt und erfrischend in Szene setzte. Im Chorsatz „All Bells in Paradise“ von John Rutter vereinten sich die beiden Chöre zu beeindruckender Leichtigkeit und mächtigem Klangvolumen. Sichtliche Freude über die Verstärkung, Impulsierung und Vielgestaltigkeit war beim Publikum und bei den Sängern gleichermaßen zu spüren.

Der Abschluss wird als Uraufführung zu einem Highlight: Hans-Georg Hinderberger, der im Orchester die Bratsche spielte, hat dem wohlbekannten Lied „Tochter Zion“ nach einem Satz Händels aus dem Oratorium „Josua“ eine freudige, spiralige neue Interpretation verliehen. Die instrumentalen Vor- und Zwischenspiele verleihen der bekannten Musik eine ganz neue Wirkung. Die Zuhörer dankten es mit begeistertem Applaus.

 

 

 

Kontrapunkt der Ruhe und Besinnung

Adventskonzert der Chorgemeinschaft Grünkraut hat in die Weihnachtszeit eingestimmt
Das Adventskonzert der Chorgemeinschaft Grünkraut bot feinsinnige Adventsmusik.

Das Adventskonzert der Chorgemeinschaft Grünkraut bot feinsinnige Adventsmusik.

Angela Mennig-Saiger

Grünkraut sz Ein Kontrapunkt der Ruhe und Besinnung will jedes Jahr das Adventskonzert der Chorgemeinschaft (MGV) Grünkraut sein. Adventus – Erwartung: Diesem Inhalt fühlt sich Chorleiter Ulrich Niedermaier bei der Auswahl des Programms verpflichtet.

 

Auch in diesem Jahr strömen die zahlreichen und treuen Besucher am dritten Adventswochenende in die kleine Kirche in Atzenweiler, um in familiärer Stimmung feinsinnige Adventsmusik zu hören und Stunden der Besinnung zu wagen. Die jahrzehntelange Verbindung von Ulrich Niedermaier mit der MGV hat in dieser Kontinuität eine eigene Qualität entwickelt. Pfarrer Birkle trägt mit seinen ausgewählten anregenden Texten zur Besinnung bei.

Das Publikum lässt sich von Musik und Wort mitnehmen in die Erwartung, Beseelung und Vertiefung. In den Adventschorälen von Christoph Graupner kommt all dies zum Ausdruck in großer Tonsprache. Der Chor singt es aus tiefstem Herzen und mit barocker Musizierfreude. Musikalischen Ausdruck für die Not und Kümmernisse und Fragilität alles Weltlichen bei gleichzeitig aufscheinender Hoffnungsfreude auf das Kommen des Lichts findet sich auch in der Kantate „Auch mit gedämpften Stimmen“, die Bach eigens für den ersten Advent komponiert hat.

In liturgischer Eindeutigkeit steht diese Musik ganz auf adventlichem Grund. Ulrich Niedermaier, dem die Ebene der Verkündigung ein Anliegen in seiner musikalischen Arbeit ist, hat sie ganz bewusst gewählt. Theresa Immerz (Sopran) gestaltet die Arie innig in pastoralem Charakter. Die Flöte, virtuos gespielt von Steffen Hail, und der samtene Klang des Cello von Julia Boenchendorf unterstreichen dies in besonderer Weise.

 

Seltene zu hörende Werke

 

Zur allgemeinen Freude finden sich im Programm einige selten zu hörende Werke wie Cesar Francks „Panis angelicus“ oder „O Radix Jesse“ von Julius Paul von Nuffel, einem belgischen Komponisten, dessen Werke geprägt sind von komplizierten harmonischen Modulationen, expressiver Melodik und dynamischer Variationsbreite. Überzeugend wird sie vom Chor dargeboten. Eine Besonderheit ist die Aufführung des Magnifikats von Antonio Vivaldi für Soli, Chor, Oboen, Streicher und Basso Continuo, das im Mittelpunkt des Konzertes steht. Die Mitglieder des kleinen, aber feinen Ensembles finden sich alljährlich in bewährter Weise zusammen; sie musizieren mit überzeugendem Klang auf beachtlichem Niveau.

Vivaldis Magnifikat erinnert im strukturellen Aufbau stark an das gleichnamige Werk seines Zeitgenossen J.S. Bachs. Es vertont in ständigem Solo- und Tuttiwechsel das neutestamentliche Canticum, eine Musik, die tragend, tiefsinnig und besonders bewegend anmutet. Eine Besonderheit stellt dabei das „Deposuit potentes“ dar, in dem der Chor unisono geführt, was eine große Herausforderung darstellt, da hier eine absolut reine Intonation erforderlich ist. Der Chor meistert sie mit großem Engagement und Begeisterung. Glanzpunkte sind die exponierten Soli der jungen Grünkrauter Gesangssolistinnen Theresa Immerz (Sopran), Birgit Arnegger (Sopran), Martina Obert (Alt), und Markus Kimmich (Tenor), die ihre Arien souverän und authentisch singen.

Im gemeinsam gesungenen „Tochter Zion“ findet dieses besondere Konzert seinen würdigen Abschluss. Der Dialog von Solisten, Chor und Instrumentalisten und Zuhörern ergibt ein Gesamtkunstwerk und allen Beteiligten ist einmal mehr eine gelungene Einstimmung aufs Weihnachtsfest zu danken.

In fleißiger Vorbereitung …

 

… der Adventskonzerte am

 

Samstag, den 16. Dezember 2017 um 19:30 Uhr und am

Sonntag, den 17. Dezember 2017 um 17:00 Uhr in der

Evangelischen Kirche in Atzenweiler

 

Derzeit hört man zu Beginn der Chorstunden im Probenraum Magnificat anima mea Dominum", danach erklingt O Radix Jesse" und zum Schluss wechseln wir vom Lateinischen in die englische Sprache: Born in a stable so bare".

Takt für Takt, Zeile für Zeile, Seite für Seite arbeiten wir uns durch die Werke, die der Chorleiter Ulrich Niedermaier für das diesjährige Programm ausgesucht hat. Je länger wir am Stück singen dürfen, umso deutlicher wird unsere Vorstellung des Gesamteindrucks und unsere Vorfreude auf die Konzerte wächst spürbar.

Lassen Sie sich davon anstecken und halten Sie die Termine in Ihrem Kalender fest.

Mehr Informationen zum Programm erfahren Sie in der ausführlichen Konzertankündigung Anfang Dezember.

Für die Chorgemeinschaft: Eva Weeber

 

Ein Chor auf Reisen

Die MGV Chorgemeinschaft Grünkraut steuerte beim diesjährigen Ausflug die Musikstadt Wien an. In der königlichen Stadt an der Donau mit ihrer faszinierenden Mischung aus Tradition und Moderne begegnete uns die Musik auf Schritt und Tritt. Zu Beginn erst einmal mit dem Weckerton, denn der Bus fuhr am 30.09. in aller Frühe an der Festhalle in Grünkraut los. Die lange Fahrt wurde von schönen Pausen am Mondsee und

beim Stift Melk in der Wachau unterbrochen.

 Am nächsten Tag aber konnten wir uns komplett auf die Stadt Wien konzentrieren. Bei einer ganztägigen Stadtrundfahrt mit der charmanten Reiseführerin Elisabeth durften wir viele interessante und geschichtsträchtige Orte kennenlernen. Elisabeth wusste unzählige Details und wurde nicht müde, uns mit passenden Hintergründen und Erläuterungen zu versorgen. Nach dem Besuch des Schlosses Belvedere kannten wir alle den „schiachen“ Prinz Eugen und passierten dann das Botschafter-Viertel, die Universität, den Prater und die UNO-Stadt. Die Besichtigung des >hundertwasserhauses bescherte uns einen kleinen Ausflug in die Welt der Öko-Architektur und des sozialen Wohnungsbaus. Nach der individuellen Mittagspause, die beispielsweise mit einem Blick in den Stephansdom und einer anschließenden Stärkung in einem Kaffeehaus verbracht werden konnte, ging es weiter zu den Friedhöfen. Auf dem wunderschönen und kunst- und kulturgeschichtlich sehr interessanten St. Marxer Friedhof fanden wir den Begräbnisort von Wolfgang Amadeus Mozart. Ein Ehrengrab hat Mozart auch auf dem Zentralfriedhof in Wien, ebenso wie Beethoven, Brahms, „die Sträuße“ (wie Elisabeth sie immer nannte) und eine Unmenge von weiteren Komponisten und Sängern und Klavierbauern... bis hin zu Udo Jürgens und dem weißen Flügel. Auf dem Gelände dieses geschichtsträchtigen Friedhofs den Psalm „Der Herr ist mein Hirt“ zu singen, war ein sehr andachtsvoller Moment. Weniger andachtsvoll, aber durchaus auch musikalisch ging es am Abend zu. Wir besuchten ein Heurigenlokal in Grinzing und genossen den Wein, die Fleischplatte mit Kraut und eine urige Schrammelmusik.

Tags drauf ging die Fahrt durch den Wienerwald zum Kloster Heiligenkreuz und weiter durchs Helenental bis zur Kurstadt Baden. Hier hat Beethoven zeitweilig gewohnt und den größten Teil seiner 9. Sinfonie komponiert. In der Stefanskirche wurde Mozarts „Ave Verum“ uraufgeführt. Leider hatten wir diese Noten nicht dabei. Stattdessen haben wir in der Kirche „Ich lobe meinen Gott“ und „Von guten Mächten“ gesungen, was jedoch auch sehr stimmungsvoll war. Durch die Weinbaugebiete fuhren wir wieder nach Wien zurück und landeten direkt beim Schloss Schönbrunn. Im Rahmen einer Führung konnten wir die Prunkräume bewundern und anschließend die Stimmung im Schlosspark genießen. Dort gab es auch ein Abschiedsständchen für Elisabeth (welches danach wohl auf unendlich vielen asiatischen Facebook-Seiten zu finden war...). Der Abend stand zur freien Verfügung und wurde für Konzertbesuche, Riesenrad-Fahrten auf dem Prater oder Bummeln über den Naschmarkt oder ... genutzt. Am 03.10.2017 brachte uns der Busfahrer Toni wieder sicher und souverän zurück. Bei einem Stopp in Linz gab es noch ein kleines Schmankerl in Form einer Stadtrundfahrt mit dem „Linz City Express“. So konnten wir gut geschützt gegen den Regen auch einen Blick auf die schönen Plätze und Sehenswürdigkeiten der oberösterreichischen Landeshauptstadt werfen. Kurz nach 20 Uhr trafen wir wieder in Grünkraut ein und nahmen ein ganzes Bündel von Eindrücken und schönen Erlebnissen mit nach Hause. Ganz herzlichen Dank an Maria und Helmut Huchler, die diesen grandiosen Ausflug für uns organisiert haben.

Für die Chorgemeinschaft: Eva Weeber

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